Markenrecherche
Die Verfügbarkeitsprüfung, die ältere, verwechselbare Rechte findet – die Kehrseite der Freedom-to-Operate-Frage in der Due Diligence.
MarkenrechercheVor jeder Transaktion, Finanzierungsrunde oder Lizenz stellt sich dieselbe Frage: Gehört dem Ziel sein geistiges Eigentum wirklich, und ist es so viel wert, wie der Preis unterstellt? Die IP Due Diligence prüft die Inhaberschaft und die Chain of Title, den Registerstand und die Fristen, die Belastungen und Lizenzen, die Freedom to Operate, die Übertragung der Rechte von Mitarbeitern und Auftragnehmern, die Open-Source-Compliance, die Marken- und Domain-Lücken und – bei Krypto und Fintech – ob dem Ziel Protokoll, Token und Code-Repository tatsächlich gehören. Das Ergebnis ist ein Red-Flag-Report und eine Risikoverteilung in den Reps und Warranties. Wir prüfen, benennen die Mängel und bauen den Schutz in den Vertrag.
Inhaberschaft, Belastungen und Freedom to Operate – geprüft, nicht unterstellt.
Die IP Due Diligence prüft das geistige Eigentum eines Ziels vor einer M&A-Transaktion, einer Finanzierungsrunde oder einem Lizenzgeschäft und beantwortet die Frage, die über den Wert entscheidet: Gehört dem Ziel sein geistiges Eigentum wirklich, ist es unbelastet und kann es frei genutzt werden? Geprüft werden die Inhaberschaft und die Chain of Title, der Registerstand und die Verlängerungsfristen, die Belastungen und bestehenden Lizenzen, die Freedom to Operate, die Übertragung der Rechte von Arbeitnehmern nach dem Obligationenrecht und von Auftragnehmern sowie die Open-Source-Compliance. Der Rahmen bilden das Markenschutzgesetz, das Patentgesetz und das Designgesetz. Das Ergebnis ist ein Red-Flag-Report und eine Risikoverteilung in den Reps und Warranties.
Die IP Due Diligence baut auf der eingetragenen Marke und der Markenrecherche auf und liefert die Grundlage, auf der sich später die Durchsetzung der erworbenen Rechte stützt. Sie ist Teil des Feldes Markenschutz und geistiges Eigentum.
Eine IP Due Diligence prüft ein Portfolio nicht als eine Frage, sondern als eine Reihe von Bereichen, die je für sich eine eigene Red Flag hervorbringen können. Ein Unternehmen kann eine tadellose Markeneintragung haben und dennoch daran scheitern, dass sein Kern-Code einem freien Entwickler gehört, der ihn nie übertragen hat. Die folgende Aufstellung zeigt, was wir in jedem Bereich prüfen und welche roten Flaggen dort typisch sind.
| Prüfbereich | Was wir prüfen | Typische Red Flags |
|---|---|---|
| Inhaberschaft & Chain of Title | Lückenlose Kette vom Schöpfer bis zum heutigen Inhaber | Fehlende Abtretung, Einbringung ohne Übertragung, gebrochene Kette |
| Registerstand & Fristen | Eintragungen, Klassen, Verlängerungs- und Jahresgebührenfristen | Verstrichene Frist, ungezahlte Jahresgebühr, Löschung droht |
| Belastungen & Lizenzen | Pfandrechte, Sicherungsabtretungen, bestehende (Aus-)Lizenzen | Ausschliessliche Lizenz entwertet das Recht, verpfändetes IP |
| Freedom to Operate | Ob das Geschäft fremde Rechte verletzt | Kollision mit fremdem Patent, älteres Markenrecht, Verletzungsrisiko |
| Arbeitnehmer & Auftragnehmer | Übertragung nach Art. 332 OR und aus Auftragsverträgen | Freier Entwickler ohne Übertragung, fehlende IP-Klausel |
| Open Source & Software | Lizenzen im Stack, Copyleft-Verpflichtungen, Kompatibilität | Copyleft-Lizenz zwingt zur Offenlegung, unklare Lizenzkette |
| Marken & Domains | Abdeckung von Name, Logo, Produktmarken und Domains | Kernmarke nicht eingetragen, Domain auf Dritten registriert |
| Krypto- & Fintech-IP | Rechte an Protokoll, Token, Repository und deren Übertragbarkeit | Protokoll gehört separater Stiftung, Repository in Gründerhand |
Kein Bereich ist für sich der entscheidende; entscheidend ist, welcher davon in diesem Portfolio den Wert trägt. Bei einem Markenhaus liegt das Gewicht auf der Marken- und Domain-Abdeckung, bei einem Technologieunternehmen auf der Chain of Title des Codes und der Open-Source-Compliance, bei einer Krypto-Gesellschaft auf den Rechten an Protokoll und Repository. Wir gewichten die Prüfung nach dem, was den Kaufpreis rechtfertigt, statt jeden Bereich gleich tief zu graben, und heben die roten Flaggen dort, wo sie den Wert wirklich bedrohen.
Ein Recht kann sauber dem Ziel gehören und dennoch entwertet sein, weil eine Belastung oder eine bestehende Lizenz darauf lastet, die der Käufer erst nach dem Vollzug bemerkt. Marken, Patente und Designs lassen sich verpfänden und zur Sicherheit abtreten, und ein zur Sicherheit an eine Bank abgetretenes Kern-Patent gehört wirtschaftlich nicht mehr allein dem Ziel. Noch häufiger ist die stille Auslizenzierung: Hat das Ziel eine ausschliessliche Lizenz an einem Kernrecht bereits an einen Dritten vergeben, kann es dieses Recht selbst nicht mehr frei nutzen, und der Käufer erwirbt ein Recht, das faktisch bei einem anderen liegt. Auch Vorkaufsrechte, Optionen und Change-of-Control-Klauseln in Lizenzverträgen bergen ein stilles Risiko: Manche Lizenz fällt bei einem Eigentümerwechsel des Ziels dahin oder gibt dem Lizenzgeber ein Kündigungsrecht, sodass die Transaktion selbst den Wert zerstört, den sie erwerben will. Wir prüfen die Verträge auf diese Klauseln, denn eine Belastung, die niemand sucht, findet der Käufer erst, wenn sie ihn trifft.
Bei Software verschmelzen zwei Prüfbereiche, die zusammengehören: die Open-Source-Compliance und die Freedom to Operate. Nahezu jede moderne Codebasis enthält quelloffene Komponenten, und deren Lizenzen reichen von der freizügigen Erlaubnis bis zur strengen Copyleft-Verpflichtung, die dazu zwingt, eigenen abgeleiteten Code unter denselben offenen Bedingungen zu veröffentlichen. Wo eine solche Verpflichtung übersehen wurde, kann der proprietäre Vorsprung, für den der Käufer bezahlt, rechtlich gar nicht geschützt sein. Die Freedom to Operate wiederum fragt, ob das Produkt des Ziels fremde Patente oder ältere Marken verletzt, und sie ist die Kehrseite der Inhaberschaft: Ein tadellos eigenes Portfolio schützt nicht davor, dass das eigene Geschäft in ein fremdes Recht eingreift. Beide Prüfungen sind selten abschliessend und immer eine Frage des Aufwands im Verhältnis zum Risiko; wir ordnen ein, wie tief sie reichen müssen, und heben die groben Kollisionen, bevor die Transaktion vollzogen ist.
Die folgenreichste Frage jeder IP Due Diligence ist die einfachste: Gehört dem Ziel, was es zu verkaufen vorgibt? Die Karte zeigt, was eine saubere Inhaberschaft ausmacht und wo die Kette am häufigsten reisst.
Dann gehört dem Ziel das Recht womöglich gar nicht – der Käufer erwirbt eine Hülle.
Die Inhaberschaft ist eine von mehreren Prüfungen, nicht die einzige, die das Portfolio bestehen muss.
Die Chain of Title reisst bei geistigem Eigentum an vorhersehbaren Stellen, und die IP Due Diligence sucht sie gezielt auf. Am häufigsten liegt der Bruch bei den Personen, die das Recht geschaffen haben: Ein Arbeitnehmer, der eine Erfindung in Ausübung seiner dienstlichen Tätigkeit macht, überträgt sie nach Art. 332 OR auf den Arbeitgeber, doch ein freier Entwickler, ein Berater oder eine Agentur behält seine Rechte, solange kein Vertrag sie ausdrücklich abtritt. Junge Technologie- und Fintech-Gesellschaften bauen in der Frühphase vieles über Freelancer, und wenn niemand die Rechte übertragen liess, gehört der Kern des Produkts nicht dem Unternehmen, das verkauft wird. Der zweite typische Bruch liegt in der Gesellschaftsgeschichte: bei Umfirmierungen, Einbringungen in eine neue Holding oder Übertragungen aus einer Vorgängergesellschaft, bei denen das IP mitgemeint, aber nie förmlich übertragen wurde.
Der dritte Bruch ist der leiseste: die verstrichene Frist. Marken sind für zehn Jahre eingetragen und müssen verlängert werden, Patente verlangen Jahresgebühren, und eine unbemerkt versäumte Frist kann ein Recht löschen, das den Kaufpreis mittrug. Diese Mängel sind nicht immer tödlich; viele lassen sich reparieren, wenn genug Zeit bleibt: Der freie Entwickler tritt seine Rechte nachträglich ab, die Marke wird umgeschrieben, eine Nachfrist wird genutzt. Aber sie müssen gefunden werden, bevor die Transaktion vollzogen ist, denn nach dem Vollzug ist die Verhandlungsmacht dahin. Wir prüfen die Kette Glied für Glied, benennen jede Lücke im Red-Flag-Report und zeigen, ob sie sich vor dem Vollzug schliessen lässt oder in den Vertrag gehört.
Bei einer Krypto- oder Fintech-Gesellschaft liegt der Wert nicht in Maschinen oder Vorräten, sondern in Code, in Protokollrechten und in Marken, und genau dort ist die Inhaberschaft am schwersten zu fassen. Die IP Due Diligence stellt hier eine Frage, die bei klassischen Unternehmen selten so scharf auftritt: Gehört dem Ziel das Protokoll und der Token wirklich, oder liegen die Rechte woanders?
Der erste Prüfpunkt ist das Code-Repository. Wer kontrolliert es, und hat jeder Beitragende seine Rechte übertragen? Bei quelloffenen Protokollen bauen oft viele Hände am Code, und wenn die Gesellschaft, die verkauft wird, nicht nachweisen kann, dass sie die Rechte an den wesentlichen Beiträgen hält, ist ihre IP-Position brüchig. Der zweite Punkt sind die Open-Source-Lizenzen im Stack: Eine Copyleft-Lizenz kann die Gesellschaft verpflichten, eigenen Code offenzulegen, was den Wert eines proprietären Vorsprungs zunichtemachen kann, und eine unklare Lizenzkette kann die geplante kommerzielle Nutzung verbieten. Der dritte Punkt ist die Struktur: Häufig gehört das Protokoll nicht der operativen Gesellschaft, sondern einer separaten Stiftung, und die Marke am Token oder am Netzwerk steht wieder woanders. Wer die operative Gesellschaft kauft, kauft dann womöglich nicht das Protokoll, das ihren Wert ausmacht.
Der vierte Punkt ist die Übertragbarkeit. Selbst wo die Rechte klar beim Ziel liegen, ist zu prüfen, ob sie sich überhaupt übertragen lassen: ob eine Lizenz an einem Dritt-Protokoll an die Person gebunden ist, ob Markenrechte am Token frei zedierbar sind und ob die Übertragung des Repositorys die faktische Kontrolle mit überträgt. Ein Token ohne gesicherte Markenrechte, ein Protokoll in fremder Hand oder eine nicht übertragbare Kern-Lizenz kann den Kaufpreis fundamental in Frage stellen. Dabei ist Goldblum weder die FINMA noch eine andere Aufsichtsbehörde und weder FINMA-beaufsichtigt noch Mitglied einer Selbstregulierungsorganisation; wir prüfen die IP-Position der Gesellschaft, benennen die Red Flags und strukturieren die Risikoverteilung, wir erteilen keine Bewilligungen.
Das Portfolio erfassen, die Bereiche prüfen, die roten Flaggen im Report ordnen und die Risikoverteilung in den Vertrag bauen.
Feststellen, was den Wert trägt (Marken, Patente, Code, Protokoll), und die Prüfung darauf ausrichten.
Eintragungen, Fristen und die lückenlose Kette vom Schöpfer bis zum heutigen Inhaber prüfen, samt Art. 332 OR und Auftragnehmern.
Pfandrechte und bestehende Lizenzen aufdecken, die Open-Source-Compliance prüfen und die Freedom to Operate einordnen.
Die Mängel benennen, ihre Tragweite einordnen und zeigen, was sich vor dem Vollzug beheben lässt.
Die gefundenen Risiken in Reps und Warranties, Garantien, Freistellungen und Bedingungen übersetzen.
Die Kosten hängen vom Umfang des Portfolios ab, von der Zahl der Rechte und Verträge, von der Tiefe der Freedom-to-Operate-Prüfung und davon, ob Krypto- und Fintech-spezifische Fragen hinzukommen. Gemessen am Kaufpreis, der auf dem geistigen Eigentum ruht, und an dem Betrag, den ein Käufer verliert, wenn sich nach dem Vollzug zeigt, dass der Kern-Code oder die Kernmarke gar nicht dem Ziel gehörte, sind die Kosten einer gründlichen Prüfung gering. Der Wert der Prüfung liegt nicht im Bericht, sondern in der Verhandlungsmacht, die er verschafft, und in dem Fehlkauf, den er verhindert.
Wir schätzen ab und offerieren gegen den Umfang. Das Honorar erfolgt auf Anfrage.
Prüfung besprechenEine IP Due Diligence, die den Wert wirklich absichert, ruht auf:
Eine IP Due Diligence ist eine Prüfung mit Grenzen, und wer sie für mehr hält, als sie ist, täuscht sich. Sie stellt keine absolute Gewissheit her: Eine vollständige Freedom-to-Operate-Analyse über alle relevanten Jurisdiktionen ist selten abschliessend, und ein bislang unbekanntes fremdes Patent kann auch nach sorgfältiger Prüfung auftauchen. Die Tiefe der Prüfung ist zudem eine Frage des Verhältnisses: Bei einem kleinen Zukauf jeden Vertrag jedes freien Entwicklers der letzten zehn Jahre zu prüfen, kostet mehr, als es an Sicherheit bringt; die Prüfung wird auf das ausgerichtet, was den Wert trägt und das Risiko wirklich bewegt. Und die Due Diligence beseitigt kein Risiko, sie deckt es auf: Was sie findet, muss anschliessend im Vertrag verteilt werden, sonst bleibt es beim Käufer. Auch ersetzt die IP-Prüfung nicht die aufsichtsrechtliche, steuerliche und gesellschaftsrechtliche Due Diligence; sie ist ein Strang von mehreren. Wir sagen offen, was die Prüfung leisten kann und was nicht, denn eine Prüfung, die mehr verspricht, als sie hält, ist gefährlicher als gar keine.
Das Portfolio erfassen, die Inhaberschaft und die Chain of Title prüfen, die Belastungen und die Freedom to Operate klären, den Red-Flag-Report schreiben und die Risikoverteilung in den Vertrag bauen: Das ist die Arbeit dieser Kanzlei, für Käufer, Investoren und Lizenznehmer.
Seit der Gründung 2007 prüft und strukturiert die Kanzlei Transaktionen, deren Wert im geistigen Eigentum liegt, für Käufer wie Verkäufer.
Mit der IFLR1000-Anerkennung im Finanzbereich prüfen wir auch die Krypto- und Fintech-IP, wo Protokoll, Token und Repository den Wert tragen.
Ein Partner führt die Prüfung, schreibt den Red-Flag-Report und strukturiert die Reps und Warranties, statt die Arbeit weiterzureichen.
Die Verfügbarkeitsprüfung, die ältere, verwechselbare Rechte findet – die Kehrseite der Freedom-to-Operate-Frage in der Due Diligence.
MarkenrechercheDie eingetragene Marke, deren saubere Inhaberschaft und Chain of Title die Due Diligence prüft.
Marke anmeldenDer Überblick über Recherche, Anmeldung, Durchsetzung und die Prüfung eines IP-Portfolios.
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